Image illustrating: Brussels city centre street scene near municipal buildings, with public-space en (editorial)
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Sieben Vereinigungen fechten Brussels Anti-Bettel-Regelung vor dem Staatsrat an

Aktualisiert am 29. Juni 2026, 00:00 UTC | Brussels - Sieben Vereinigungen haben die Anti-Bettel-Regelung der Stadt Brussels vor Belgiens Staatsrat angefochten, berichtete La DH am 11. Juni 2026. Die Antragsteller argumentieren, dass Geldbußen Armut nicht beenden werden und dass die Regelung Menschen in schwerer Prekarität ins Visier nimmt. Die allgemeine Polizeiverordnung der Stadt Brussels besagt, dass Verstöße zu administrativen Sanktionen führen können, während Belgiens Gesetz von 2013 über kommunale Verwaltungssanktionen den rechtlichen Rahmen für lokale Geldbußen und alternative Maßnahmen festlegt.

Belgium Impulse Editorial·29 June 2026·2 min read·3 sources
Key signal

Die Anfechtung prüft, wie weit die Behörden in Brussels bei der Regulierung von Verhalten gehen können, das mit Armut im öffentlichen Raum verbunden ist. Für Einwohner, Ladeninhaber, Pendler und bettelnde Menschen betrifft der Fall die Frage, wie die Stadt öffentliche Ordnung, sozialen Schutz und individuelle Rechte auf Straßen, in Bahnhöfen, auf Plätzen und in Geschäftsvierteln ausbalanciert.

Der Fall betrifft eine Regelung der Stadt Brussels zur öffentlichen Ordnung, die La DH als Anti-Bettel-Regelung beschreibt. Laut La DH fechten sieben Vereinigungen ein règlement anti-mendicité vor dem Staatsrat an, Belgiens höchstem Verwaltungsgericht. Der Streit liegt an der Schnittstelle von kommunaler Polizeiarbeit, Obdachlosigkeit, Armutspolitik und den Grenzen lokaler administrativer Geldbußen.

Background

Betteln selbst wird in der modernen belgischen öffentlichen Politik nicht mehr als einfache Straftat behandelt, aber Gemeinden nutzen Polizeiverordnungen und kommunale Verwaltungssanktionen, um die öffentliche Ordnung zu steuern. Die Stadt Brussels sagt, dass ihre derzeitige allgemeine Polizeiverordnung, die für die 19 Brussels Gemeinden gemeinsam gilt, seit dem 1. April 2024 in Kraft ist. Das belgische Gesetz vom 24. Juni 2013 bietet den Rahmen für kommunale Verwaltungssanktionen, einschließlich Geldbußen, Mediation und gemeinnütziger Arbeit.

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Impact

Regional — Die Auswirkungen konzentrieren sich auf die Stadt Brussels und die weitere Brussels-Capital Region, wo Regeln für den öffentlichen Raum über die allgemeine Polizeiverordnung von mehreren Gemeinden gemeinsam getragen werden, die lokale Durchsetzung jedoch politisch sensibel bleibt.

Opposing perspectives

  1. Antragstellende Vereinigungen gegen Armut und für Rechte

    Die sieben antragstellenden Vereinigungen argumentieren laut La DH, dass keine Geldbuße der Armut ein Ende setzen wird. Ihre Position ist, dass ein Ansatz nach Art eines règlement anti-mendicité ville sichtbare Armut bestraft, statt Wohnungs-, Einkommens-, Pflege- und Unterstützungsbedürfnisse anzugehen. Sie stellen den Fall als eine rechtliche und sozialpolitische Anfechtung lokaler Durchsetzung dar.

  2. Behörden der Stadt Brussels für öffentliche Ordnung

    Die veröffentlichte Polizeiverordnung der Stadt Brussels rahmt lokale Regeln rund um Sauberkeit, Sicherheit, Schutz und Ruhe in öffentlichen Räumen. In diesem Rahmen nutzen kommunale Behörden administrative Sanktionen und Alternativen, um Verhalten auf Straßen und an öffentlichen Orten zu steuern. Der verfügbare offizielle Text gibt keine spezifische Antwort auf diese Anfechtung vor dem Staatsrat.