Touring fordert dringende Klarheit, bevor Brussels LEZ-Bussgelder wieder einführt
Aktualisiert am 26. Juni 2026, 00:00 UTC. BRUSSELS, 4. Juni 2026 — Die Mobilitätsorganisation Touring hat die Regierung von Brussels am Donnerstag um eine dringende offizielle Klarstellung zur Rückkehr der Bussgelder für die Low Emission Zone gebeten, berichtete BX1, nachdem mehrere Daten für den Beginn von Sanktionen gegen Fahrzeuge kursierten, die seit dem 1. Januar 2026 ausgeschlossen sind. Laut BX1 deuten die jüngsten Informationen darauf hin, dass Bussgelder ab dem 1. Juli 2026 verschickt werden, während zuvor der 7. Juni im Gespräch war. BX1 berichtete, dass Brussels-Finanzminister Dirk De Smedt im April gesagt hatte, das System werde am 7. Juni starten, sofern technische Hindernisse gelöst seien, bevor er später auf BX1 sagte, der 1. Juli sei das früheste realistische Datum. Touring verlangt in zwei Punkten Klarstellung: wann Fahrer tatsächlich mit einem Bussgeld rechnen müssen und welches Verfahren Brussels Fiscality vor der Einziehung befolgen wird. BX1 zitierte Touring mit der Aussage, Fahrer bräuchten klare offizielle Kommunikation, bevor Sanktionen wieder aufgenommen werden. Die offizielle Website LEZ Brussels gibt an, dass Diesel-Euro-5- und Benzin-Euro-2-Fahrzeuge seit dem 1. Januar 2026 die Zugangskriterien von Brussels nicht mehr erfüllen. Dieselbe offizielle Seite sagt, dass auf den ersten registrierten Verstoss bei seit diesem Datum betroffenen Fahrzeugen ein Warnschreiben folgt und dass ab drei Monaten nach dem ersten Verstoss ein Bussgeld von 350 Euro verschickt werden kann, wenn das Fahrzeug nicht durch einen Pass oder eine Ausnahmegenehmigung regelkonform gemacht wird. Der Streit folgt auf ein Urteil des Verfassungsgerichts vom 11. September 2025. Das Gericht setzte eine Verordnung von Brussels aus, die bestimmten Fahrzeugen erlaubt hätte, bis zum 31. Dezember 2026 weiter in die LEZ einzufahren, nachdem Umwelt- und Gesundheitsgruppen die Verzögerung angefochten hatten. Die LEZ von Brussels umfasst laut der offiziellen Website LEZ Brussels die 19 Gemeinden der Brussels-Capital Region, wobei der Ring und einige Zufahrtsstrassen zu Park-and-ride-Anlagen ausserhalb der Zone liegen. BX1 berichtete zudem, dass Les Engagés die Regionalregierung vor dem 1. Juli um Klarstellung bat und schätzte, dass etwa 30.000 Fahrer in Brussels weiterhin direkt betroffen seien. Das unmittelbare Problem ist administrative Klarheit. Das umfassendere Problem ist, ob Brussels nach gerichtlichem Eingreifen, politischen Verzögerungen und Änderungen am Sanktionsmodell eine Luftqualitätspolitik durchsetzen kann. Die offizielle Website LEZ Brussels sagt, dass das Bussgeld bei 350 Euro bleibt und dass die Regierung diesen Betrag künftig einem Jahrespass entsprechen lassen will.
Fahrer, Pendler, Unternehmen und Gelegenheitsbesucher benötigen ein festes Datum und ein klares Verfahren, bevor Sanktionen wieder beginnen. Der offizielle LEZ-Rahmen von Brussels setzt nicht regelkonforme Fahrzeuge einem Bussgeld von 350 Euro aus, sodass Unsicherheit über Warnschreiben, Zeitplan und ein Jahrespasssystem unmittelbare finanzielle Folgen hat.
Gegenstand ist die Low Emission Zone von Brussels, ein regionales Verkehrsbeschränkungssystem, das den Zugang für stärker verschmutzende Fahrzeuge in den 19 Gemeinden von Brussels begrenzt. Touring ist eine belgische Mobilitäts- und Verkehrsteilnehmerorganisation, die die Regierung von Brussels auffordert, die Rückkehr der Sanktionen zu klären. Brussels Fiscality ist die Verwaltung, die voraussichtlich Bussgelder verschicken wird. Dirk De Smedt, Finanzminister von Brussels, ist für die von BX1 zitierte steuerliche Einziehungsseite zuständig, während Umweltstaatssekretärin Ans Persoons von BX1 mit dem breiteren Reformpaket in Verbindung gebracht wird.
Background
Brussels führte die LEZ am 1. Januar 2018 ein. Die offizielle Website LEZ Brussels sagt, das System solle die Belastung durch Luftverschmutzung verringern, indem es die am stärksten verschmutzenden Fahrzeuge beschränkt. Der aktuelle Streit folgt auf die Aussetzung einer Verordnung von Brussels durch das Verfassungsgericht am 11. September 2025, mit der Zugangsbeschränkungen für bestimmte Fahrzeuge bis Ende 2026 verschoben werden sollten.
Impact
Regional — Die Auswirkungen konzentrieren sich auf die Brussels-Capital Region, wo die LEZ in allen 19 Gemeinden gilt, mit Ausnahme des Rings und bestimmter Zufahrtsrouten, die von der offiziellen Website LEZ Brussels aufgeführt werden. Fahrer aus Wallonien und Flandern, die nach Brussels fahren, sind ebenfalls betroffen, wenn ihre Fahrzeuge die Zugangskriterien nicht erfüllen.
Opposing perspectives
- Touring und betroffene Autofahrer
Touring und von den Regeln betroffene Fahrer wollen ein verbindliches Datum, ein klares Warnverfahren und Einzelheiten zum vorgeschlagenen Jahrespass, bevor Bussgelder wieder aufgenommen werden. Ihre Position konzentriert sich auf Rechtssicherheit und praktische Planung für Haushalte, Pendler und kleine Unternehmen, die ältere Fahrzeuge nutzen.
- Behörden von Brussels und Befürworter der Luftqualität
Behörden von Brussels und Organisationen, die die Verzögerung angefochten haben, argumentieren, dass die LEZ eine Massnahme für Luftqualität und öffentliche Gesundheit ist. Das Urteil des Verfassungsgerichts verstärkte den Vollzugsdruck, indem es die Verordnung aussetzte, die den Zugang für bestimmte Fahrzeuge verlängert hätte.
- Les Engagés im Parlament von Brussels
Les Engagés sagen, die Regierung müsse die geltenden Regeln vor der Frist am 1. Juli erklären und zugleich die Unterstützung für das Ziel der LEZ aufrechterhalten. BX1 berichtete, dass die Partei das Thema mit Kommunikation, Begleitmassnahmen und Fahrern mit niedrigerem Einkommen verbindet.
Sources & evidence
- BX1 · 2026-06-04
- LEZ Brussels official site
- Constitutional Court of Belgium, judgment 115/2025 · 2025-09-11
- BX1 · 2026-04-17
- BX1 · 2026-06-02
